| NPD / Immobilien | |||
| Molau bittet um Privatbesuche |
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| redok | |
| 28.09.2007 | |
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Rauen. Ein Gericht hat dem NPD-Funktionär Andreas Molau verboten, am morgigen Samstag auf dem Gut Johannesberg eine Parteifeier durchzuführen. Molau deklariert das Treffen nun als privaten Anlass, doch die Polizei wird bereitstehen.
Erst vor kurzem war bekannt geworden, dass Molau beim versuchten Kauf des Landgutes den Kürzeren gezogen hat. Aufgeben will Molau aber nicht, auch wenn der Eigentümer ihm eine Frist zur Räumung des Geländes bis morgen Mittag gesetzt hat. Denn mit einem als Familienfest aufgezogenen "Mitteldeutschen Erntedank" wollte Molau gemeinsam mit seinem Freund Eckart Bräuniger, dem Berliner NPD-Vorsitzenden, die Stellung behaupten. Einladungen und Flugblätter kursierten in der Neonazi-Szene. Die zuständige Kommunalverwaltung, das Amt Spreenhagen, untersagte jedoch die Feier: als öffentliche Veranstaltung sei sie genehmigungspflichtig, Molau habe aber keine Lizenz zum Feiern eingeholt. Das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) gab der Kommune heute Nachmittag recht. Ein "Bockbieranstich" sei öffentlich angekündigt worden wie auch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm; Besucher über 15 Jahre hätten Eintritt bezahlen sollen.
Nach dem Aus für eine öffentliche Veranstaltung ließ Molau die Feier flugs zur Privatparty umdeklarieren, die er jedoch - weitaus öffentlicher als zuvor - auf den Webseiten der NPD-Landesverbände Berlin und Brandenburg ankündigen ließ. Um "weitere Veröffentlichungen dieser persönlichen Erklärung" ließ Molau ausdrücklich bitten. Seine Familie freue sich "über Ihren privaten Besuch", ließ Molau im "Weltnetz" wissen.
Ob diese umdeklarierte Feier von den Behörden weiterhin als ungenehmigte öffentliche Veranstaltung angesehen wird und ob es gegebenenfalls morgen zu einer Räumung des Landgutes kommt, stand am Freitag Abend noch nicht fest. Der zuständige Amtsdirektor Hans-Joachim Schröder will am Samstag Vormittag über das weitere Vorgehen entscheiden. |