| NPD / Vor Gericht | |||
| NPD-Funktionär zu Geldstrafe verurteilt |
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| redok | |
| 10.10.2007 | |
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Plön. Zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro hat das Amtsgericht Plön (Schleswig-Holstein) den stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden Jens Lütke wegen Verleumdung und Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen verurteilt. Lütke hatte im Internet einen Polizisten persönlich attackiert sowie ein Hakenkreuz verbreitet.
Der in der Lokalpresse als "NDP-Sympathisant" bezeichnete Lütke war bis Anfang 2007 auch "Schriftleiter" des NPD-Blättchens "Schleswig-Holstein-Stimme", in dem er eine Zeichnung aus dem 30er-Jahre-Satiremagazin "Kladderadatsch" veröffentlichte. Die Karikatur zeigte "passend zur Jahreszeit" unter anderem ein Ei mit einem Hakenkreuz; dazu schrieb Lütke, das Bild sei "nicht als Malvorlage" zu verstehen - es sei denn, die Leser würden sie gut vor dem Staatsanwalt verstecken. Diese Veröffentlichung war Anlass einer Hausdurchsuchung in Lütkes damaliger Wohnung in Selent im September 2006, die wiederum Ausgangspunkt für die Polizisten-Beleidigung war. Auf einer Internetseite hatte Lütke dem "völlig überforderten, unfähigen Einsatzleiter" (so der NPD-Mann laut den Kieler Nachrichten) vorgeworfen, er habe eine Körperverletzung begangen; der ganze Vorgang sei rechtswidrig gewesen. Den Beamten nannte er einen "cholerischen Gesinnungsschnüffler". Diese beiden Tatbestände wurden gestern vom Amtsgericht Plön als erwiesen angesehen und mit einer Geldstrafe von 1.800 Euro bedacht. |