| Rechtsextremisten / Antiziganismus / Europa | |||
| Rechtsaußen-Miliz angekündigt |
|
|
|
| redok | |
| 29.10.2007 | |
|
Prag/Budapest. Die Gründung einer rechtsextremen paramilitärischen Truppe hat die tschechische "Nationalpartei" (Národní strana, NS) angekündigt. Die Rechtsaußen-Miliz soll nicht nur Parteiversammlungen schützen, sondern auch in Notlagen wie etwa Überflutungen eingesetzt werden, sagte die Parteivorsitzende Petra Edelmannova in Prag. In Ungarn stockte die rechtsextreme "Ungarische Garde" ihre Mitgliedschaft erheblich auf.
Den Aufbau der Truppe "National-Garde" (Národní garda) kündigte die NS-Vorsitzende gestern bei einer Versammlung zum Jahrestag der Staatsgründung 1918 an. Die Partei ist nicht nur durch ihre nationalistischen Parolen vor allem gegen die EU und gegen eine Politik der Aussöhnung mit Deutschland bekannt, sondern auch durch fremdenfeindliche und rassistische Ausfälle vor allem gegen die Roma in Tschechien. Die Rechtsaußen-"National-Garde" ist bereits die zweite derartige Gründung in einem der jungen EU-Länder. Anfang August hatte die ungarische Rechtspartei Jobbik eine "Ungarische Garde" (Magyar Gárda) gegründet, die nach den 56 Gründungsmitgliedern am 21.10. auf dem Heldenplatz in der ungarischen Hauptstadt weitere 600 Mitglieder "vereidigte". Ebenso wie die tschechische NS verfolgt Jobbik eine rabiate Linie gegen die Roma-Bevölkerungsgruppe; Beobachter fürchten, die "Ungarische Garde" könne aggressiv gegen Roma vorgehen. Der 29-jährige Gabor Vona, Führer der Garde und zugleich Vorsitzender von Jobbik, sagte, den Roma müsse "beigebracht werden, Recht und Gesetz zu respektieren". |