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Kriegswaffen beim NPD-Vorstandsmitglied PDF Drucken E-Mail
redok   
31.10.2007
Fretterode. Bei der gestrigen Durchsuchung hat die Polizei beim NPD-Bundesvorstandsmitglied Thorsten Heise mehrere Waffen gefunden. Ein Maschinengewehr, eine Maschinenpistole und eine Pistole wurden neben Rechtsrock-CDs in Heises Gutshof in Fretterode (Landkreis Eichsfeld, Thüringen) sichergestellt und beschlagnahmt, berichtet die taz.

Die Zeitung beruft sich auf eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main, von der die Durchsuchungen bei Heise und dem "Liedermacher"-Paar Michael und Annett Müller ausgingen. Mit der Razzia war die Anklagebehörde strafbaren Musik-CDs auf der Spur.

Die beiden Maschinenwaffen fallen laut der Ermittlungsbehörde unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Beschlagnahmt wurden Tonträger "im vierstelligen Bereich", sagte die Staatsanwaltschaft der taz. Schon jetzt würden sich die Verdachtsmomente bei Heise bestätigen, erklärte die Sprecherin dem Blatt.

Bereits bei einer früheren Durchsuchung im Jahr 2003 hatte die Polizei bei Heise neben etwa 950 CDs auch eine funktionsfähige Handgranate sowie Munition gefunden. Heise hatte den früheren Gutshof im Jahr 1999 gekauft und nutzt ihn zu Wohnzwecken, als Geschäftsraum für seine Firma WB-Versand sowie auch für Neonazi-Kameradschaftstreffen. Im Juni 2006 hatte Heise auf seinem Privatgrundstück ein Ehrenmal für die "1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler" und die "12. SS-Panzer-Division Hitlerjugend" wieder errichtet, das zwei Jahre zuvor an seinem originalen Standort in Marienfels (Rheinland-Pfalz) von Unbekannten zerstört worden war.