| NPD / Immobilien | |||
| Wahlkampfzentrale in Krottelbach? |
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| redok | |
| 15.11.2007 | |
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Kusel. Eine Geschäftsstelle für den Kommunalwahlkampf 2009 will die NPD in Krottelbach (Landkreis Kusel, Rheinland-Pfalz) einrichten. Am Freitag wollen die Rechtsextremen erstmalig in dem 750-Einwohner-Dorf tagen.
Als Kreisvorsitzender lud Sascha Wagner, ansonsten auch NPD-Landesgeschäftsführer, für den morgigen Freitag zu einem "politischen Gesprächskreis" nach Krottelbach ein. Künftig wolle man monatlich tagen und bis Mitte des nächsten Jahres einen eigenständigen Kreisverband Kusel gründen. Wagners Kreisverband Westpfalz umfasst derzeit neben dem Landkreis Kusel noch Stadt und Landkreis Kaiserslautern. Sitz der neuen NPD-Lokalität soll die leer stehende Hälfte eines "heruntergekommenen Hauses" sein, wie die örtliche Tageszeitung Rheinpfalz berichtet. Der Eigentümer versucht nach eigenen Angaben seit Jahren, das Gebäude loszuwerden. Zwei Männer seien als Interessenten bei ihm erschienen und hätten sich als Vertreter der NPD zu erkennen gegeben. Die Partei erwarte bald eine Erbschaft und könne daher das Anwesen kaufen, das von einem Makler für 128.000 Euro angeboten werde. Die Gemeinde hat zwar ein Vorkaufsrecht, aber es wird bereits abgewunken: Ortsbürgermeister Siegbert Theiß und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Glan-Münchweiler, Klaus Müller, machten deutlich, dass die Kommune für einen Ankauf kein Geld habe. Landrat Winfried Hirschberger meint, dass auch der Landkreis nicht als Käufer einspringen werde: "Wir können nicht jedes Haus, das zum Verkauf ansteht, kaufen." Die NPD selbst dementierte aber mittlerweile Kaufabsichten. Laut einem Bericht des SWR sagte ein NPD-Sprecher, das Haus solle nur gemietet werden. Der Eigentümer sei von sich aus auf die Partei zugekommen und habe das Haus angeboten. Am Freitag will sich aber nicht nur die NPD in Krottelbach treffen: Gegendemonstranten vom "Bündnis gegen rechts" und vom Landfrauenverband haben sich ebenfalls angekündigt. "Wir wollen denen die Hölle heiß machen, dass sie sich nicht bei uns wohl fühlen", so Landrat Hirschberger.
Im Frühjahr hatte die NPD für einige Wochen die Gemeinde Morbach-Gonzerath in Atem gehalten, wo sie in einer alten Schule ein "Schulungszentrum" mit der Bezeichnung "Schinderhannes-Zentrum" einrichten wollte. Dort hatte die Gemeinde von einem Rückkaufrecht Gebrauch gemacht; Anfang Mai war die "Schinderhannes"-Episode in Gonzerath endgültig vorbei. |