| NPD / Immobilien | |||
| Aus für Landgut-Pläne |
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| redok | |
| 16.01.2008 | |
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Berlin. Der NPD-Funktionär Andreas Molau kann seine Pläne für ein Zentrum im brandenburgischen Rauen begraben. Wie der Tagesspiegel in seiner morgigen Ausgabe berichtet, wurden gestern die neuen Eigentümer des Anwesens im Grundbuch beim Amtsgericht Fürstenwalde eingetragen.
Molau hatte über seine Ehefrau und eine dubiose schwedische Firma das Gut Johannesberg in Rauen erworben. Angeblich wollte er dort ein "Waldorf-Landschulheim" einrichten, doch in der Öffentlichkeit wurde weithin vermutet, dass dort tatsächlich die NPD ein Schulungs- und Veranstaltungszentrum einrichten wolle. Die öffentliche Aufmerksamkeit ließ den bisherigen Eigentümer einen Rückzieher machen und den Verkauf widerrufen. Statt an den NPD-Mann habe er nun an einen anderen Interessenten verkauft; eine Räumungsklage sollte Molau vom Hof vertreiben. Der veranstaltete jedoch im Oktober 2007 ein als "Privatfeier" deklariertes Parteitreffen auf dem Landgut und überließ es dann der NPD Brandenburg zur Nutzung. Im November fand dort eine Schulung für Kommunalwahl-Kandidaten der NPD statt.
Mit dem vollzogenen Eintrag der neuen Eigentümer ins Grundbuch scheint das Kapitel NPD-Landgut in Rauen abgeschlossen. Die Lage sei "nicht rosig", sagte Molau dem Tagesspiegel. Eine Entscheidung, ob er das Gelände freiwillig räumt, soll jedoch erst nach den Landtagswahlen in Niedersachsen am 27. Januar gefällt werden, bei der Molau als NPD-Spitzenkandidat antritt. Die beiden neuen Besitzer wollen sich laut Tagesspiegel der Räumungsklage des Alt-Besitzers anschließen. Möglicherweise wollen sie für bauliche Veränderungen, die von den NPD-Leuten auf dem Gut durchgeführt worden sind, Schadensersatz fordern. Im Gut Johannesberg sollen künftig in Absprache mit der Landesregierung soziale Projekte durchgeführt werden. |