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Ein "Sonderbeauftragter" bei den "Weißen Wölfen" | NPD / Aktivisten | |||
| Ein "Sonderbeauftragter" bei den "Weißen Wölfen" |
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| 27.05.2006 | |
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Im Blick der Öffentlichkeit steht Stephan Göbeke-Teichert nicht gerade.
Der NPD-Kader aus dem bayerischen Roding hat jedoch schon wichtige
Funktionen für die Partei ausgeübt; in der Oberpfälzer Provinz gehört
er zu den Schaltstellen zwischen der NPD und den "Freien
Kameradschaften".
Unterwegs in Schwaben und der Schweiz
Der 1971 in Braunschweig geborene Stephan Göbeke-Teichert, von Beruf
Schriftsetzer, ist seit Jahren in Sachen Neonazismus und NPD aktiv. Nach Informationen
des
1997 wurde Göbeke-Teichert gar mit "diplomatischen Aufgaben"
betraut: Für die rechtsextremistische "Nationale Initiative Schweiz"
(NIS) übernahm er die "Generalvertretung in der BR-Deutschland". Damit
erschöpften sich die Kontakte in die Schweiz jedoch nicht: Im
zeitlichen Vorfeld des NPD-Verbotsverfahrens reiste Göbeke-Teichert,
mittlerweile in Roding (Landkreis Cham) ansässig, wochenlang als "Sonderbeauftragter für
die Schweiz" das südliche Nachbarland. Seine Aufgabe: "neue
Parteimitglieder anwerben und bestehenden Neonazi-Gruppierungen beim
Aufbau ihrer Strukturen helfen", wie die Schweizer Zeitung Diese Aktivitäten brachten Göbeke-Teichert umgehend eine von der Schweizer Bundespolizei erlassene Einreisesperre in die Schweiz ein. Für die Partei stellte das jedoch kein großes Problem dar, wie der damalige Pressesprecher Andreas Storr sagte: "Da finden wir schnell andere Mittel und Möglichkeiten". Seit Jahren aktiver Kader in Bayern
Von Dezember 2001
bis März 2004 war er Landesvorsitzender der NPD-Jugendorganisation
"Junge Nationaldemokraten" (JN). Der
Dem Landesvorstand der NPD gehörte Göbeke-Teichert seit November 2004 an. Der NPD-Bezirksverband Oberpfalz war lange Zeit über eine Postfachadresse in Göbeke-Teicherts Wohnort Roding zu erreichen. Bei NPD-Versammlungen referierte er unter anderem zum Thema "Die Geheimdienste der BRD". Als Redner trat Göbeke-Teichert bei Demonstrationen in Grafenwöhr und Bernau auf, im Mai 2005 sprach er anlässlich der Gründung eines "Stützpunkt Wunsiedel" der JN. Im September 2005 kandidierte er bei den Bundestagswahlen auf Platz 23 der bayerischen NPD-Landesliste.
Göbeke-Teichert ist nicht nur Mitglied der NPD, sondern in Roding
gehört er offenbar auch als führender Kopf der "Kameradschaft Weiße
Wölfe" an, die vom bayerischen Verfassungsschutz in der Rubrik
"neonazistische Organisationen und Zusammenschlüsse" geführt wird. Nach
außen haben die "Weißen Wölfe" nichts mit der NPD zu tun, tatsächlich
werden sie auch vom Staatsschutz dem Umfeld der
NPD zugerechnet. Im Mai 2006 wurden zumindest regionale Medien auf Göbeke-Teichert aufmerksam. Im Zuge des Versuchs der bayerischen NPD, einen Gebäudekomplex in Cham zu kaufen, fanden örtliche NPD-Gegner heraus, dass er seit Jahren beim Technischen Hilfswerk (THW) in Straubing aktiv war. Das Bundesinnenministerium schaltete sich ein und wies die Organisation an, den Neonazi zu entlassen; Mitgliedschaften in NPD und THW seien nicht zu vereinbaren, so das Ministerium. Das THW weigerte sich jedoch, dieser Anweisung zu folgen; der Straubinger THW-Geschäftsführer sprach von einer "Hexenjagd". |