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NPD / Neonazis
Schmale Unterstützung für Rieger-Gedenkmarsch PDF Drucken E-Mail
redok   
04.11.2009
Wunsiedel. Der von der NPD organisierte "Gedenkmarsch" für den verstorbenen stellvertretenden Parteivorsitzenden Jürgen Rieger am 14. November im oberfränkischen Wunsiedel wird nicht von allen NPD-Gliederungen oder Neonazi-Gruppen unterstützt. Mindestens zwei bereits früher geplante Veranstaltungen am gleichen Tag sollen trotz des kurzfristig angesetzten "Gedenkmarsches" durchgeführt werden.

In der bayerischen Landeshauptstadt München wollen die "Freien Nationalisten" um den bekannten Neonazi Philipp Hesselbach einen "Heldengedenkmarsch" abhalten, der angeblich bereits seit einem Jahr geplant und organisiert wird. Hesselbach dient als Pressesprecher der "Bürgerinitiative Ausländerstopp" (BIA) dem Münchner Stadtratsmitglied Karl Richter, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender der NPD ist.

Im thüringischen Arnstadt wollen Neonazis vom "Aktionsbüro Thüringen" einen Fackelmarsch veranstalten, der am heutigen Mittwoch auch durch einen Aufruf des thüringischen NPD-Landesverbandes unterstützt wurde. Dem Landesverband steht Frank Schwerdt vor, der ebenfalls stellvertretender Bundesvorsitzender der NPD ist.

Rieger war einer der drei stellvertretenden NPD-Parteivorsitzenden. Damit sind jetzt beide verbliebenen stellvertretenden Vorsitzenden mit Konkurrenzveranstaltungen für den Rieger-Gedenkmarsch verbunden.

Der "Heldengedenktag" im brandenburgischen Halbe wird dagegen nach Angaben des altgedienten Neonazis Christian Worch verlegt. Auf der Webseite der Veranstalter um den Rostocker Neonazi Lars Jacobs wird die Versammlung allerdings weiterhin beworben; von einer Verlegung zugunsten des "Gedenkmarschs" in Wunsiedel ist dort nicht die Rede.