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Rechtsextremisten / Vor Gericht
Rechtsverleger will Revision PDF Drucken E-Mail
redok   
31.01.2010
Tübingen. Gegen die Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten hat der Tübinger rechtsextreme Verleger Wigbert Grabert Revision zum Oberlandesgericht Stuttgart eingelegt. Sein Mitteilungsblatt Euro-Kurier will er ab sofort monatlich erscheinen lassen.

Grabert war Ende Dezember 2009 in der Berufungsinstanz zu der Strafe von acht Monaten verurteilt worden, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung. Gegen das Urteil hat seine Verteidigung nun Revision zum Oberlandesgericht Stuttgart eingelegt. Grabert war im Prozess vom früheren Bundesvorsitzenden des NPD-Studentenverbandes "Nationaldemokratischer Hochschulbund" (NHB), Thor von Waldstein, und vom Mannheimer Szene-Anwalt externer LinkLudwig Bock vertreten worden.

In dem Verfahren seien "bereits erhebliche Kosten angefallen", so Grabert (Jahrgang 1941). "Ganz offensichtlich" sei es "von höchster Stelle angestrengt" worden, "um den Verlag wirtschaftlich fertigzumachen". Daher bittet der Rechts-Verleger seine Kundschaft um Spenden auf ein Konto bei der Tübinger Kreissparkasse.

Als weitere Antwort auf die "Gemeinheit der politjuristischen Verfolgung" kündigte Grabert an, sein bisher zweimonatlich erscheinendes Mitteilungsblatt Euro-Kurier ab sofort monatlich zu verschicken. Neben der Eigenwerbung für Buchtitel des Verlags enthält das aufwändig gestaltete und zuletzt im Umfang von 16 Seiten erschienene Blättchen auch "Nachrichten und Kommentare zum Zeitgeschehen". Dazu zählte beispielsweise die Behauptung, das Dritte Reich habe Polen am 1. September 1939 nicht überfallen, "sondern unhaltbaren Provokationen wurde ein Ende bereitet".