| Neonazis / NPD | |||
| Geld von brauner Scholle für Anti-Nazi-Fonds |
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| redok | |
| 05.02.2010 | |
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Celle/Eschede. Fünf Jahre lang bekommt jetzt ein Fonds gegen Rassismus und rechtsradikale Gewalt einen Betrag von jährlich etwa 1.450 Euro. Das Geld kommt von einem langjährigen Neonazi und NPD-Funktionär in Eschede bei Celle (Niedersachsen).
Seit mehr als 20 Jahren dient der Bauernhof von Joachim Nahtz als Treffpunkt und Versammlungsort für Sonnwendfeiern, Zeltlager, Rechtsrock-Konzerte oder NPD-Veranstaltungen. Der braune Bauer trat für die NPD als Wahlkandidat an und beherbergte die mittlerweile verbotene "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) auf seinem Hof, wobei es nach Polizeiangaben "auch militärisch" zuging. Den Hof nannte der stellvertretende Bürgermeister von Eschede einen "heruntergekommenen Drecksstall". Im Sommer 2009 musste Nahtz wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eine Geldstrafe von 600 Euro zahlen. Elf Hektar Land hat die Familie Nahtz bereits seit 50 Jahren und drei Generationen von der evangelischen Kirchengemeinde in Eschede gepachtet. Dafür zahlt der Nahtz-Sohn, der als Pächter auftritt, eben jene 1.450 Euro im Jahr. Die Geschäftsbeziehung mit Rechtsextremisten ist der Kirche zuwider, doch den Pachtvertrag vorzeitig zu lösen, sei schwierig, heißt es. Man habe den Pachtvertrag noch einmal turnusmäßig verlängert, aber im Jahr 2014 laufe er endgültig aus. Bis dahin wird der Pachtbetrag nun an einen Fonds gegen Rassismus und rechtsradikale Gewalt weitergegeben, berichtet der Evangelische Pressedienst epd. Zuletzt hatten im Dezember vergangenen Jahres nach Polizeiangaben rund 270 Bürger gegen eine Sonnwendfeier von etwa 195 Rechtsextremen demonstriert. "Aus dem Fonds sollen unter anderem diese Gegendemonstrationen unterstützt werden", sagte der Celler Superintendent Hans-Georg Sundermann. |