| Neonazis / Rechte Gewalt | |||
| Überfall auf Anti-Nazi-Verein |
|
|
|
| redok | |
| 07.07.2007 | |
|
Wurzen. In der vergangenen Nacht ist ein Mitarbeiter des "Netzwerkes für demokratische Kutur e.V." (NDK) in Wurzen (Sachsen) von offenbar rechtsextremen Tätern in den Vereinsräumen überfallen worden. Die Täter stahlen einen Laptop und einen Aktenordner mit 1.300 Unterschriften von Bürgern, die sich nach einem Bombenanschlag auf das NDK mit dem Verein solidarisch erklärt hatten.
Gegen 0.30 Uhr betraten drei
mutmaßlich der rechtsextremen Szene zugehörige Männer das Vereinshaus des
Mehreren Aufforderungen, das Haus zu verlassen, widersetzten sich die Männer. Als der NDK-Mitarbeiter die Polizei rufen wollte, versuchte einer der Männer ihn zu würgen. Der Mitarbeiter konnte jedoch fliehen. Das Wurzener NDK hat seit Jahren Erfahrungen in der Arbeit gegen Rechtsextremismus gesammelt und ist für seine Aktivitäten mehrfach ausgezeichnet worden. Dennoch wurde es von der zuständigen Kreisverwaltung des Muldentalkreises erst vor kurzem von der Beteiligung an einem "Lokalen Aktionsplan" im Rahmen des neu aufgelegten Bundesprogramms "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" und von der Vergabe von Fördermitteln ausgeschlossen. Eben jene Kreisverwaltung war erst im Mai spektakulär aufgefallen, als NPD-Funktionäre einen Förderantrag aus genau diesem Anti-Nazi-Topf beantragen wollten und vom Landrat Dr. Gerhard Gey zu einem Gespräch empfangen wurden.
Ein konkreter |