| NPD | |||
| Sportversuche von Rechtsaußen |
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| redok | |
| 10.07.2007 | |
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Hildburghausen/Wattenscheid. Durch eine Vereinsgründung und eine "Patenschaft" für einen etablierten Verein versuchen NPD-Kreise, auch im Sport Fuß zu fassen. Die Sportfunktionäre wehren sich.
Im thüringischen Hildburghausen haben Rechtsextreme vor etwa zwei Wochen einen "Athletik-Sportverein" gegründet, berichtet die Lokalzeitung Freies Wort in ihrer morgigen Ausgabe. Der Landtagsabgeordnete Uwe Höhn (SPD), zugleich auch Präsident des Kreissportbundes (KSB), sagte: "Das hatte eindeutig einen rechten Hintergrund und war von der NPD gesteuert". An der Gründungsversammlung hatte der NPD-Landesvorsitzende Frank Schwerdt teilgenommen, als Einführungsvortrag sei ein Referat mit dem Titel "Die Lüge über Buchenwald" gehalten worden. Etwa 20 Jugendliche seien Gründungsmitglieder gewesen. Höhn sagte weiter, das Präsidium des KSB habe sich bereits mit dem Vorfall beschäftigt. Das Gremium werde alles tun, um den Rechts-Athleten die Mitgliedschaft im Landessportbund zu verwehren und ihn so vom Wettkampfbetrieb auszuschließen. Rasenpaten von rechts unerwünschtIm Bochumer Stadtteil Wattenscheid hat der NPD-Kreisverband dagegen dem alteingesessenen Fußballverein SG Wattenscheid 09 angeboten, eine sogenannte "Rasenpatenschaft" zu übernehmen. Wattenscheid ist auch Sitz der NPD-Landeszentrale Nordrhein-Westfalen. Der örtliche NPD-Chef Claus Cremer, der auch stellvertretender Landesvorsitzender ist, wollte nach eigenen Worten mit dem Patenschafts-Angebot "ausloten", wie ernst "es den Verantwortlichen bei Wattenscheid 09 mit der Jugendarbeit wirklich" sei. Der einstmals in der Fußball-Bundesliga vertretene Verein antwortete knapp und ablehnend mit Hinweis auf die Vereinssatzung, wonach der Verein grundsätzlich keine Gelder von Parteien oder Religionsgruppen annimmt. NPD-Cremer verbuchte diese Absage wiederum als Sieg seiner Sache, weil immerhin keine politische Zurückweisung erfolgt sei, und rief nun die NPD-Mitglieder und -Anhänger zu individuellen Patenschaften auf.
Gegen diese propagandistische Instrumentalisierung wehrt sich der Verein: "Auf die Unterstützung der NPD, als auch durch deren Mitglieder oder Sympathisanten, legen wir keinerlei Wert", heißt es in einer Mitteilung, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet. Die NPD unterstelle, dass der Verein nur durch die Satzung die Annahme der Hilfe verweigert hätte. Dagegen seien die NPD-Aktivitäten mit den Prinzipien des Klubs "in keiner Weise in Einklang zu bringen". Die SG Wattenscheid sei stolz darauf, dass gerade die Integration von jungen Menschen mit Migrations-Hintergrund im Rahmen der Vereinsarbeit "hervorragend funktioniert." Darüber hinaus habe sich der Verein an der Aktion "Zeig dem Rassismus die Rote Karte" beteiligt, die von dem Projekt " |